Die Papier- und Zellstoffindustrie zählt zu den energieintensivsten Branchen Europas. Gleichzeitig gehört sie aber auch zu den führenden Sektoren, wenn es um Fortschritte bei der Dekarbonisierung geht.
Im Zentrum des Energy Efficiency Solutions Forum Day, der diese Woche in Brüssel von Cepi – dem europäischen Verband der Papierindustrie – veranstaltet wurde, standen drei Schwerpunkte: Hybridisierung, Integration und Flexibilisierung.
Für uns war Anastasia Segovia Astorga, Business Development Managerin, vor Ort und hat wichtige Impulse aus dem Branchendialog mitgenommen.
Zu den zentralen Trends, die den Wandel in der Industrie aktuell vorantreiben, gehören:
die Elektrifizierung industrieller Prozesse
die Integration erneuerbarer Energien wie Photovoltaik, Windenergie und grünem Wasserstoff
sowie der verstärkte Einsatz von Biomasse und die Nutzung von Abwärme
Die Branche hat bereits wichtige Meilensteine in der Energiewende erreicht. Dennoch bleibt laut Jürgen Tiedje, Referatsleiter bei der Europäischen Kommission, noch viel zu tun – insbesondere, um das Vertrauen von Investoren zu gewinnen.
Es gibt bereits politische Unterstützung und einige Förderinstrumente wie den Net Zero Industry Act und den Clean Industrial Deal. Nun liegt es an den Vertreter:innen der Praxis, Selbstbewusstsein zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen, um die industrielle Dekarbonisierung voranzutreiben.
Dabei darf auch ein zentrales Thema nicht außer Acht gelassen werden: Die Energiepreise. Wettbewerbsfähigkeit in Europa bedeutet auch, tragfähige Energiekostenstrukturen zu schaffen. Modelle wie Power Purchase Agreements (PPAs) und Energy-as-a-Service bieten hier vielversprechende Ansätze.




